Samstag, Februar 11, 2012

KAPITALISMUS: KAPITULATION oder KRIEGSPFAD!

Oft sind es ja bloß verkorkste i-Tüpferl-Reiter, oder engherzige Besserwisser, die sich vom punktgenauen Eintreffen ihrer einstigen Prognosen aphrodisieren lassen. Dennoch lohnt es zuweilen, in die Tiefen der eigenen Archive abzutauchen: zwecks Verifizierens düsterer Vorahnungen! - Doch angesichts der immer unverfroreneren Plagiats-Tsunamis, welche über die trostlosen Ideen-Wüsten unseres ‚alternativlosen‘ Sackgassen-Systems hinwegfegen, legt der „Rauchzeichner“ gesteigerten Wert auf die Feststellung, einzig und allein von sich selber abzuschreiben!

In einer Art Präambel zu den „Rauchzeichen aus dem globalisierten Niemandsland“ vom Jänner 2004 hieß es im Gedenken an den genialischen Hermann-Leopoldi-Hadern „Schön is so a Ringelspiel“ (Text: Peter Herz) zur Frage ‚Hetz oder Hetzjagd‘ also:

„Seit die binäre Welt auf Nullen und Einser zurückgeworfen ist, hat sich die Hetz irgendwo dazwischen absentiert. Inzwischen werden sämtliche Lebensbereiche, die Arbeit und die Freizeit, die Kunst und das Savoir vivre, die Wissenschaft und der Sport, die Lust und die Liebe, die Kultur und die Kreativität, die Improvisation und das Impromptu, der Sex und das Sozialsystem, der Ernst und die Hetz einem singulären Götzen geopfert: 3 % Wachstum für die Konzerne der globalisierten Weltherrschaft. Wird dieser Wert nicht realisiert, bröckelt das Imperium und bricht schließlich zusammen.“

Tja, dass sich die hundsordinäre Ökonomie schon damals als Subjekt der Geschichte aufgespielt hatte, hätte ‚die da draußen‘ eigentlich beizeiten hellhörig werden lassen müssen! Doch jetzt haben die tauben Nüsse den Scherm halt auf! - Zeit für eine petit Tour d’Horizon zur metastatisch wuchernden Eiterbeule des zerstörerischen Kasino-Kapitalismus‘. Egal, ob nun bloß dummdreist, oder doch eher tumb-liebedienerisch, haben einfältige Polit-Vasallen weltweit das Monster des gemeinen Alchemie-Banksters von der Kette gelassen! Der gefräßigen Kreatur den Käfigschlüssel zugespielt! Dem Moloch die Autobahn in den Ruin der Menschheit asphaltiert: Verschachtelt-verschleierte und gänzlich undurchschaubare Fantasie-Derivate, CDOs, CDSs, camouflierte Luftgeschäfte sowie Hasard-Exzesse, ähnlich den kriminell geschobenen Greyhound-Wetten billiger britischer Buchmacher, katapultierten die un(an)greifbaren ‚Märkte‘ in immer lichtere Höhen und ließen die blutrünstigen Lefzen der Bestie ‚Markt‘ hechelnd erbeben! Kennt der Kapitalismus doch bloß ein singuläres Dogma: Profitmaximierung, Profitmaximierung und nochmals Profitmaximierung! Wir beinen euch bis zum letzten Knochen aus, und den auch noch bis zum letzten Mark(t)krümel! In Zeiten der Diktatur der modernen Finanzindustrie erst recht! - Bald schon wurde das 3%-Wachstum der Realwirtschaft als läppische Pfündner-Rendite verhöhnt! 25% wolle er mindestens ergaunern, schwadronierte der eidgenössische Deutsch-Bankster und Merkel-Puppenspieler Ackermann ins 3. Jahrtausend! Trotzig rief er auch noch nach dem Fall von Lehman-Brothers im September 2008 seinen kriminellen Pülcher-Brüdern zu:

„Der Geschröpfte rennt,
der Globus brennt!
Papperlapapp! Papperlapapp!
Keiner macht mir da schlapp!
Immer her mit den 25 Prozent!“

Und im Reklame-Duktus von Ricola-Kräuterzuckerln: „Wer hat‘s erfunden?“ Das organisierte Verbrechen aus den Chefetagen der Banken nämlich! ‚Hinter uns die Sintflut‘ kreischten da auch die gleichfalls in entrückten Galaxien levitierenden Co-Ackermänner zwischen der Londoner Canary Wharf und der New Yorker Wall Street: 300, ja sogar 3000% müßten dem ge-, und verblendeten ‚Anleger‘ schon aus dem Steiß zu brechen sein! Und so plusterten die konspirativen Neo-Alchemisten das Goldene Kalb zum brillantenbesetzten Mammut auf: zum verführerisch glitzernden Fabelwesen mysteriöser Geldvermehrung! Geld aus stinkender Mammutscheiße, Geld aus verpesteter Luft, Geld aus fauligen Fantasien! Von wegen: Non olet!

Das infame Doppelpassspiel zwischen den Bankstern und dem Paradoxon ihrer symbiotischen Parasiten, den Rating-Agenturen, konnte nun bis zur finalen Implosion immer weiter eskalieren! Abgekartet, perfid und gnadenlos! Die gekauften Agenturen adelten die, aus dem Taschenspieler-Zylinder gezauberten, Ramsch-Papiere mit der Bestnote Triple-A, wodurch die Abakus-Falotten ihre toxischen Wertlos-Papiere gar nicht erst mit Kapital zu unterfüttern hatten. Derart hebelten die Bankrott-Bankster ihre Unterkapitalisierung in immer abstrusere Dimensionen und zogen 99 Prozent der Welt mit ihren krummen Diebsfingern über den Tisch: von gutgläubigen Pensionskassenwarten über ahnungslose Kleinanleger bis hin zu Städten, Gemeinden und Kommunen, die als provinzielles Dumpfbacken-Freiwild quasi ihr Familiensilber, also ihre Kindergärten und Volksschulen, ihre Schwimmbäder und Bibliotheken ins globalisierte Pfandl trugen!

In der ‚Präambel‘ hieß es 2004 weiter:

„Der virtuelle Quantensprung hat alle bisherigen philosophischen Lebensentwürfe in einem bisher ungekannten Taifun verquirelt, in dessen windstillem Auge sich die neuen Götter ihren luxuriösen Olymp eingerichtet haben: die humorlosen Mammon-Mogule des Serengeti-Kapitalismus und ihre servilen, oder auch co-profitierenden Handlanger aus Führungsetagen, Politik und Medien. Der bis zur Selbstaufgabe in prekären 'Ich-AGs' verdinglichte Bürger vegetiert - unter dem Propaganda-Hollodoro ‚ultimativer Individualität‘ - als entmündigtes 'attachment' am Beutel der Mainstream-Ökonomie dahin: ebenso willen-, wie machtlos.“

Die servilen Polit-Lakaien des Kasino-Kapitalismus hatten also ganze Arbeit geleistet! Darunter nicht wenige, die einst – zumindest für die Galerie - unter Roten Fahnen gesegelt waren: die Schröders etwa (Der „Genosse der Bosse“ und Agenda-2010-Mephisto wirkt heute als Glamour-Gasmann in Putins Gazprom und ist nun endlich auch beim ‚richtigen‘ Geld angekommen), die Blairs (klammheimlicher Thatcher-Apologet; nach Polit-‚Dienstschluss‘, 2007, kassierte er neun Millionen US-Dollar Vorschuss für seine Memoiren vom Verlag Random House) und selbst die rebellischen Pflaster-Pflüger aus der 1968er-Ära, wie der radikal gewendete Turnschuh-Joschka! (Der tanzt nun postkarrieremäßig gern als Gastredner bei Barclays Capital oder Goldman Sachs an: Inzwischen freilich in schwarzgewienerten Hochglanz-Mass-Budapestern! Noblesse oblige: No brown in town! Die nöblige ‚Joschka Fischer Consulting‘ verdient als diskreter ‚Türöffner‘, verschwiegener Interna-Flüsterer und gelackter Lobbyist ein kleines Vermögen. Tja, vom Marktflecken Gerabronn (4277 Einwohner) bis in den Olymp Berlin-Grunewald, dem traditionell exklusivsten Refugium diebischer Pfeffersäcke: eine echt linke Parade-Karriere!)

Als stumpfsinnige Herolde des Francis-Fukuyama-Geschwafels vom ‚Ende der Geschichte‘ (1989; in einem jüngsten SPIEGEL-Interview gibt sich der reuige US-Professor allerdings kathartisch um 180° gewendet und ruft nunmehr, als derniere cri seiner Wankel-Politologie, verzweifelt nach dem „Aufstand der Linken!“) hatten sich die Parteien aller Couleur - Lemmingen gleich - in der sogenannten Mitte zusammengerottet. Ende der Geschichte = Ende des Klassenkampfs! So ließ sich‘s kommod und vor allem widerstandslos lohndumpen, das Sozialsystem durchlöchern und überhaupt breitflächig plündern. Die ominöse Mitte, angeblich der einzige Ort, an welchem noch Wahlen zu gewinnen wären, war zwar hoffnungslos überfüllt, aber dennoch nach links und rechts mit eiskalten Eisenprofilen abgeschottet. Und keiner wollte so recht bemerken, dass sich die herbeigelogene ‚Schicksalsgemeinschaft‘ („Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut.“) der Superreichen, wie der Bettelarmen unter dem Diktat selbsternannter ‚Eliten‘ freiwillig an die Schwellen eines hochfrequentierten Schienenstrangs gekettet hatte. Dort waren sie nun auf Gedeih und Verderb gefangen, - wie im magischen Lichtkegel australischer Karnikel-Jagden! (Anfang der 1970er-Jahre hatte sich der damals ja erst angehende „Rauchzeichner“ – und an sich kein Freund infantilen Herumballerns – zuweilen an nächtlichen Hasen-Hatzen beteiligt. Aus purer Solidarität! Im Outback waren die dauerrammelnden Viecher zu einer geradezu biblischen Plage geworden, der sich die Aussies mit allen Mitteln zu erwehren suchten. Also saßen wir zu jeweils Zweien auf den Motorhauben diverser Pick-ups, der eine mit einer Batterie-Flugzeug-Landelampe, der andere mit einer Winchester bewehrt. Kaum war der intellektuell eher inferiore Meister Lampe in den Lichtkegel gehoppelt, war es auch schon um ihn geschehen: Denn die simple Flucht aus dem letalen Licht ward ihm vom äußerst selektiven ‚Herrn im Himmel‘ nicht gegeben, sodass er trotz wüst rumpelnder Jeeps selbst uns whiskeygetränkten Schützen zur leichten Beute wurde.)

So ähnlich erging es Jahrzehnte danach auch dem postpostpostmodernen Kapitalismus-Apologeten, der – paralysiert am Gleiskörper der ‚Alternativlosigkeit‘ und geblendet von illusorischen Verheißungen – schockstarr in die Aufblendlichter der rasenden Lokomotive starrte! Dabei hätte ihn schon ein winziges, ‚alternatives‘ Trippelschrittlein zur Seite mühelos retten können! Doch die stupide Gebetsmühle von der absenten Alternative ratschte auch noch den letzten Funken Verstand in Grund und Boden! Ursprünglich vom Sargnagel der englischen Demokratie, Margaret Thatcher („There is no alternative“), in den 1980ern in die Welt gesetzt (anläßlich der Hochzeit von Charles und Diana, 1981, hatte der „Rauchzeichner“ für die „Austria Wochenschau“ in London und Liverpool eine vernichtende Abrechnung mit der Selbstzerstörung des Empire durch den Thatcherismus gedreht.), galt die unausrottbare Idioten-Phrase bis zuletzt auch als Lieblings-Mantra von Mutti Merkel und ihren neoliberalen Spießgesellen. Und so log sich schließlich sogar das mit Vorsatz vertrottelte Stimmvieh den gleissenden Schein am heranbrausenden Lok-Koloss zum Licht am Ende des Tunnels schön! Autsch!!! Doch noch immer stellte keiner der notorisch Düpierten das perfide Kapitalismus-Komplott als Ganzes, als durch und durch, in sich und aus sich gescheitertes, menschenfeindliches Ausbeuter-System infrage! Vielmehr sollte der wachkomatöse Patient von allerlei maliziös kichernden Kräuterhexen gesalbt und von geschmierten Hof-‚Ökonomen‘ gesundgebetet werden… (Die einen predigten Feuer, die anderen Wasser… Vulgo Schuldenbremsen versus Finanzspritzen… Doch hängt der Todgeweihte erst mal am Tropf der Notenpressen, hüpft er dem Hyperinflations-Teufel nicht mehr von der Schaufel…)

Entsprechend düster klangen auch schon die Prophezeiungen in „Rauchzeichen 04“:

„Seither feiern die 'Peitscherlbuben' des global galoppierenden Finanzkapitals (häufig auch als bekennende Pferdenarren bekannt) im Siegesrausch champagnersprühende Orgien ohne Ende und schicken - wie einst die Gangs aus Chicago um 1930 - ihre Bugln fürs Grobe ins letzte Gefecht: zur finalen Zertrümmerung der übers vorige Jahrhundert hinweg mühselig erkämpften Sozialsysteme. Gier und Menschenverachtung lassen keinen Stein mehr auf dem anderen. Der schwindlig rotierende Roulette-Kessel des entfesselten Finanz-Kreisels entwickelt dabei enorme Zentrifugalkräfte. … Gierige Manager-Geier sanieren sich und ihre Aktionäre durch monströse Massenentlassungen. Gleich den Cäsaren im alten Rom entscheidet ihr Daumenspiel über das Schicksal der Morituri.“

Der indes an seiner Geilheit („Geiz ist geil“ – „Gier noch geiler“) verreckte Kadaver des Kasino-Kapitalismus sieht so perforiert aus, wie eine von Jack the Ripper hingemetzelte Metze in London 1888. East-End-Jack im Dauer-Blutrausch! - Und wie reagieren die Obamas und die Putins, die Hu Jintaos und die Wen Jiabaos und - last but not least - die Montis und die Merkozys unserer Tage? Sie picken pikiert da und dort ein Schönheitspflästerchen auf den hingemetzelten Kapitalismus-Korpus! Doch der ist weder heil-, noch reformierbar! – Und so irren die desorientierten Trauergäste zwischen den offenen Zombie-Gräbern umher und schreien verzweifelt nach Rettung! Nach einer Art Arche Noah aus dem menschenverachtenden Schlamassel! Obwohl sie schon ahnen, dass es sich – bei ihrem Glück – doch wieder nur um eine neue Titanic handeln wird…

Schon damals schimmerte die Untergangs-Ahnung aus den „Rauchzeichen 04“:

„Längst ist das Gerangel um die vorletzten Plätze in der Sozialpyramide einem - jegliche Solidarität zertrümmernden - Faustrecht gewichen. Die ums nackte Überleben bangenden, industriellen Reservearmeen verschaffen der finanziellen 'Disponibilität' der neuen Herrscher noch zusätzliche Profit-Schübe. Und ihre Raffgier wird täglich unverschämter: Immer gewaltigere Gold-Berge der gesellschaftlich geschaffenen Produktivitätssteigerungen sahnt die neue Midas-Klasse schamlos privat ab. Mehr privat - weniger Staat.“

Nun gut, unterdessen sind ja all die Strassenräuber, die das Volksvermögen als Opfergabe an den Cyber-Kapitalismus und zur Demontage des Sozialstaats verscherbelt hatten, all die Schüssels, die Haiders und Gorbachs, die Grassers und Strassers, die Meischbergers und Hocheckers sowie all jene, derer man sich zum Glück nicht mehr erinnert, schon Geschichte und der heimliche Drahtzieher der Enteignung seiner Schutzbefohlenen, der ‚Fleißigen und Tüchtigen‘, Bärental-Haider, hatte sich in einem deutschen Auto auf Französisch in die ewigen Jagdgründe empfohlen! – Doch all das verschafft nur eine winzige Atempause, - denn wer rettet uns nun vor der massenenteignenden Inkompetenz der Faymanns und der Spindeleggers, der Sorgers und der Fekters? – Und im Afterwind der planlosen Dilettanten sind auch schon die Reihen wieder dicht geschlossen. Schon rotten sich die Deklassierten wieder zu den braunen Bataillonen plärrender Barbarei zusammen… Und ihr Abstauber-Führer schweigt, genießt und zählt - unter Zuhilfenahme seiner Finger - die Stunden bis zur Machtergreifung… O tempora, o mores…

Die „Rauchzeichen“ ahnten es schon 2004:

„Die offensichtlich an den Geld-Tropf der Mogule geketteten Rosstäuscher der Politik verkaufen den aberwitzigen Goldrausch der winzigen Minorität als ultimative Demokratie und als absolut 'alternativlos', sozusagen als conditio sine qua non der 'Spielregeln' der neuen Zeit. Auch die global operierenden Medienkonzerne applaudieren dem vielstimmig und wortreich, und machen mit den Superreichen, wie den 'Losern' Quote. Indes die Klassenkämpfer des Kapitals unter dem grell ausposaunten Postulat der "klassenlosen Gesellschaft" sagenhaft Kassa machen.“

Tja, um endgültig vor die Hunde zu gehen, werden wir also keiner präkolumbianischen Prophezeiung bedürfen. Den Weltuntergang schafft der Kasino-Kapitalismus schon ganz allein, sofern wir es nicht schaffen, die letale Heuschreckenplage beizeiten auszuräuchern… Die Maya-Kultur in allen Ehren, doch die Welt wird sich auch nach dem 21.12.2012 noch drehen… Doch leichter tät‘ sie sich, wenn sie bis dahin den Mühlstein der Mehrwerträuber und Finanz-Verbrecher vom Hals hätte… Geht’s doch längst nicht mehr nur um Gewinn und Verlust, sondern wiederum um Zivilisation oder Barbarei, wieder einmal um Krieg und Frieden und, - letztendlich um Leben und Tod… Ein extrem haariger Zeitpunkt für akademische Analysen, Apathie und Agonie! Keine Zeit mehr für infantilen ‚Occupy‘-Pazifismus! Höchste Zeit für Aktion… Und allerhöchste Zeit, dass sich die ausgeplünderte Menschheit im Notwehr-Kampf solidarisiert und globalisiert…

Zur Wahrung der Authentizität des 2004er-Essays sei der anmutigen Leserin und dem schlauen Leser ein fast schon defätistischer Seufzer nicht vorenthalten:

„Der zwischen Wut und Fatalismus kochende Chronist neigt - ‚Ende der Ismen‘ hin oder her - immer mehr zum Lieben Augustinismus, schaut den globalisierten Raubrittern fassungslos auf die Finger und läßt ihren Irrwitz Revue passieren: Indessen mißbraucht er seinen Maus-Scroller als psychotherapeutischen Rollstuhl durchs Lazarett des globalen 'Gugelhupfs‘.“

Infolge des heutzutage virulenten Krisen-Alltags erhöht der „Rauchzeichner“ inzwischen wieder die (An)Schlagzahl der „Rauchzeichen“, gräbt mit bloßen Händen das Kriegsbeil aus und hält sich mittels alttestamentarischer Zornesröte für die Erstürmung der Plutokraten-Wagenburg warm! – Zur Befreiung der gequälten Indianer-Stämme wird man sich wohl zunächst einmal einer marxistischen Binsenweisheit erinnern müssen: „Expropriiert die Expropriateurs!“

Alsdann, avanti vereinte Rothäute, voll Kriegslist auf den Kriegspfad ihr Apachen, Blackfoot und Cherokees, an die Tomahawks ihr Cheyenne, Irokesen und Sioux: Raus aus den Tipis und 'rauf auf die Mustangs, die Pfeile gespitzt, die Bögen gespannt und den blutrünstigen Räuber-Trecks ein für allemal unter die Puderzucker-Nasen gerieben, wo die Rothaut das Feuerwasser herholt: Stellt den blasierten Bleichgesichtern endlich auch einmal das Haxl und verpasst ihnen derart ihr wohlverdientes Wounded Knee! – Schickt die hinichen Hatscherten auf ihren ureigensten ‚Trail of Tears‘!

Howgh, - der „Rauchzeichner“ hat gesprochen: Friede den Tipis, Krieg den Forts…