KRÄHT NACH ANSTAND NOCH EIN HAHN?
Naja, ausgerechnet der schwarze Hoamatl-Hahn wäre da wohl kaum der berufene Kronzeuge! War doch der einstige Wissenschaftsminister (sic!), Johannes ‚Gio‘ Hahn, schon 2007 vom Salzburger Plagiatsjäger Stefan Weber überführt worden, seitenweise "abgeschrieben oder leicht umgeschrieben“, "grundlegende wissenschaftliche Spielregeln nicht eingehalten" zu haben, wobei seine "absolut schlampige Arbeitsweise" sich durch die gesamte Doktorarbeit zöge, welche zudem auch noch "analytisch sehr dünn" wäre. Doch der (einst auch des „Rauchzeichners“) ‚Alma Mater Rudolphina Vindobonensis‘ wår‘s schlicht wurscht: Im titelsüchtigen Wean bleibt a Dokta hålt imma a Dokta! Gelt! Tafelschwamm d’rüber… (Seit 2010 trickst der Austro-‚Dokta sine laude‘ nun halt als bestens dotierter Kommissar in Brüssel… Wen wundert’s da noch, wie‘s dort so zugeht?)
Nun hat’s partout den bestgegelten Saubermann aus Mütterchen Merkels Kabinett erwischt: Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Der nach Mörtl-Manier ins Rampenlicht drängelnde Resopal-Popanz des deutschen Kleinbürgertums hatte seine ‚Dissertation‘ kaltschnäuzig gleich von vorn‘ bis hinten abgekupfert! In einem einzigen, orgiastischen Copy & Paste-Rausch! Dabei war der infame Lügenbaron weder zimperlich, noch wählerisch: Von der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) über die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) bis zum ‚Wissenschaftlichen Dienst des deutschen Bundestages‘ wurde alles geplündert, was nicht vorsorglich mit einem bildfüllenden ©-Logo geschwärzt war. Dr. Googleberg‘ ätzte denn auch der Grüne Jürgen Trittin. Ein ehrloser Edelmann als brachialer Raubritter geistigen Eigentums! Der bereits in der schwülstigen Einleitung inflationär strapazierte Begriff ‚Kairos‘ (‚günstiger Augenblick‘ in der griechischen Mythologie) scheint dem blasierten Polit-Parvenu doch nicht allzu hold gewesen zu sein… A Strolch bleibt halt a Strolch bleibt halt a Strolch… Augenblicksunabhängig…
Spitzfindigere Beobachter fragten sich freilich zunächst, ob die dürre, akademische Chiffre ‚Dr.‘ nicht sowieso unter dem zehnfachen Ballast der freiherrlichen Vornamens-Lawine verschütt‘ g‘angen wär‘. Wozu also drängt‘s einen, der eh schon Freiherr zu und von Geburt, sowie geradezu hündisch vergöttertes Idol deutscher ‚BILD‘-Buchstabierer ist, auch noch unter einen Doktorhut? Die triviale Antwort gibt das postpostmoderne Tugend-Tandem: Eitelkeit und Gier, - bei penetranter Verachtung für jede Spur von Ethos… Kairos für Ethos? Papperlapapp…
Der eigentliche Skandal folgte jedoch erst postwendend: Wie nämlich der „Lügner“ und „Betrüger“ (als solcher wurde zu Guttenberg im Bundestag ungestraft gegeißelt) mit seiner jäh aufgeblattelten Charakterfreiheit umzugehen beliebte! Erst verzichtete er generös – jedoch explizit „vorübergehend“ – auf seinen Doktortitel. Devise: ‚Leugnen, leugnen, leugnen‘, nach dem traditionellen Ehrencodex der Wiener Strizzis bei der Kieberei: „Sagst du ja, dann bleibst du da. Sagst du nein, dann gehst du heim.“ Doch als die nun schon einmal angefixten Net-Nerds quasi im Minutentakt immer neue Plagiatsstellen ins Netz trommelten, trat der ‚Frei-von-Ehr-Herr‘ die Flucht nach vorne an: Mit gewohnter Schneid ließ sich Euer Gnaden dazu herbei, seinen ergaunerten Doktorhut zwanglos an den Nagel zu hängen! Zumal sowas aber im akademischen Betrieb nicht vorgesehen ist, beeilte sich die Universität Bayreuth über Nacht (‚Kairos‘ halt, gelt), dem gelackten Schaumschläger seinen Titel quasi ‚ex cathedra‘ abzuerkennen. (Pikantes Detail: Die Altvorderen derer zu Guttenberg sind der Uni seit Ewigkeiten zutiefst zugeneigt und hatten diese ebenso regelmäßig, wie großzügig gesponsert. Naja, in aller Diskretion alimentiert halt, wie sowas in den besseren Kreisen heißt. - Zur Ehrenrettung des inzwischen greisen Doktorvaters, Prof. Dr. jur. Dr. h.c. mult. (gewiß allesamt koscher) Peter Häberle, muss wohl konzediert werden, dass der anerkannte Doyen des Internationalen Rechts offenbar als besonders argloser und jovialer Charakter gilt. Nicht einmal im Traum wäre so einer darauf verfallen, dass ihn sein adeliges Protegé dermaßen dreist hinters Licht führen könnte. Wie es das naturgemäß zerrissene Stückwerk allerdings zum universitären ‚Adelsprädikat‘ „Summa cum laude“ bringen konnte, bleibt schleierhaft.) Prof. Dr. Oliver Lepsius von der Uni Bayreuth: „Für mich steht außer Frage, dass Herr zu Guttenberg ein Betrüger ist.“ Na servas, Kaiser…
Doch selbst ein derartig vernichtendes Verdikt ficht so eine, wie Mütterchen Merkel, nicht an: Papperlapapp, patscherte Petitessen, gelt! Sie hätte ihr einzig massentaugliches Zugpferd an den Wahlurnen ja schließlich nicht als „wissenschaftlichen Assistenten“, sondern als Kriegsminister, pardon Verteidigungsminister natürlich, vereidigt. Ganz so, als wären Ehre und Integrität teilbar: Akademisch zwar ein rechter Falott, doch ministeriell eine veritable Lichtgestalt?! Sic transit gloria mundi… (Apropos Vereidigung: Auch Dissertanten unterliegen einer obligatorischen Ehrenerklärung, dass ihre Arbeit auch auf ihrem Mist gewachsen ist! Tja, beim ‚Gio‘ Hahn war das wenigstens noch eine Pointe…)
Immerhin leidet die Stammbelegschaft von Talk-Shows, Pressestunden, Kamingesprächen und Kabaretts auf Wochen hinaus unter latentem Burn-out. Die Druckerschwärze-Leibstandarte der ‚BILD‘ findet zu Guttenberg linguistisch weniger listig, denn lausig einfach nur „Gutt!“ und schwadroniert kalmierend etwas vom „schlampigen Zitieren“, worauf der hintergründige Erwin Pelzig in ‚Neues aus der Anstalt“ repliziert: „Und was ist denn dann Ladendiebstahl? Schlampiger Einkauf?“ Auch das frivole Merkel-Dummgeschwätz trifft auf bitterböse Häme: Und wenn der flotte Freiherr vollfett am Steuer erwischt worden wäre? So ein marginaler Lapsus wäre wohl auch zu exkulpieren, zumal sie ihn ja nicht als Chauffeur eingestellt hätte?! Tja, mit den vielbeschworene Werten der Konservativen: Ehre, Anstand, Wahrhaftigkeit, mit welchen allen voran der selbsternannte ‚neue Politikertypus‘ zu Guttenberg stets wie mit einem Bringschuld-Banner in die (Wahl)-Schlacht gezogen war, ist‘s wohl nicht soweit her. Das aufgescheuchte Bildungs-Bürgertum krümmt sich jedenfalls in einer zwackenden Zwickmühle. 23 000 Doktoranden beklagen in einem Offenen Brief an die Kanzlerin deren „Verhöhnung“ aller wissenschaftlichen Mitarbeiter. Da wollten auch die Professoren nicht mehr nachstehen… Eine klitzekleine Prognose darf allerdings gewagt werden: Fällt den schwarzen Mauerern zu Guttenberg doch noch zu sehr zur Last, sodass sie ihn fallen lassen müssen (steht doch ein ganzer Schippel von Landtagswahlen ins Haus), muss sich auch die unbeirrbare ‚Augen-zu-Angie‘ so festzurren, wie einst Luis Trenker am Matterhorn… Sonst findet sie sich als abrupte Polit-Pensionärin bald im Kaffeehaus bei bislang versäumter Zarathustra-Lektüre wieder: „Was fällt, das soll man auch noch…“ Oder wie war das doch gleich noch mal beim alten Nietzsche?
Doch schon am Tag nach den obigen Zeilen löst sich die bizarre Polit-Groteske in verspätetem Wohlgefallen auf: Angie bleibt - Karl Theodor geht. Nach bloß zweiwöchiger Schrecksekunde! Allerdings nicht so sehr aus Buße für seine üble Infamie, sondern allein um Schaden von seinen ‚geliebten Soldaten‘ abzuwenden: Auf dass das unwürdige Gezerre an seinem Mass-Designer-Drillich aus der Londoner Savile Row nicht auf deren groben Tarnanzug-Rücken ausgetragen würde… Tja, so ein stramm redlicher Charakter formt sich halt auch über Nacht nicht…
Weit tragischer bleibt allerdings das ärgerliche Phänomen, dass die stockblinden Polit-Zaungäste ‚da draussen‘ – hüben wie drüben – stets auf dieselben Passepartouts eitler Lackaffen hereinfallen: Hie der streng gegelte Spiegelfechter aus dem Adelshaus, da das penibel gefönte Unschuldslamm aus dem Autohaus! Dabei gleichen sich die selbstverliebten Polit-Pin-ups des Kleinen Mannes wie ein Schoko-Ei dem anderen: Unter der geilen Zuckerglasur lauert ein und derselbe lausige Lump! Stimmvieh aller Länder, – hör' doch mal auf die Signale…
Während der schlichte Deutsche Michel – unter dem Sperrfeuer der Sympathie-Stalin-Orgel ‚BILD‘ – nicht müde wird, sich in trotzigen KTG-Fanclubs zusammenzurotten, hat der ernüchterte ‚Ösi‘ dessen hoamatliches Pendant KHG inzwischen vom supasaubar‘n Strahlemann zur wehleidigen Witzfigur degradiert! Ach ja, – noch ein kleiner Unterschied: Am republikanischen Geld-Ladl hat sich der fränkische Adel nicht vergriffen… Soweit man weiß, jedenfalls…
Und noch eine petite difference zum nördlichen Nachbarn: Der unfranke Franke wandelt fortan auf privatimen Freiherren-Füßen, unser verwahrloster Mein-Name-ist-Hase jedoch immer noch öffentlich auf freiem Fuß…
Nun hat’s partout den bestgegelten Saubermann aus Mütterchen Merkels Kabinett erwischt: Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Der nach Mörtl-Manier ins Rampenlicht drängelnde Resopal-Popanz des deutschen Kleinbürgertums hatte seine ‚Dissertation‘ kaltschnäuzig gleich von vorn‘ bis hinten abgekupfert! In einem einzigen, orgiastischen Copy & Paste-Rausch! Dabei war der infame Lügenbaron weder zimperlich, noch wählerisch: Von der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) über die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) bis zum ‚Wissenschaftlichen Dienst des deutschen Bundestages‘ wurde alles geplündert, was nicht vorsorglich mit einem bildfüllenden ©-Logo geschwärzt war. Dr. Googleberg‘ ätzte denn auch der Grüne Jürgen Trittin. Ein ehrloser Edelmann als brachialer Raubritter geistigen Eigentums! Der bereits in der schwülstigen Einleitung inflationär strapazierte Begriff ‚Kairos‘ (‚günstiger Augenblick‘ in der griechischen Mythologie) scheint dem blasierten Polit-Parvenu doch nicht allzu hold gewesen zu sein… A Strolch bleibt halt a Strolch bleibt halt a Strolch… Augenblicksunabhängig…
Spitzfindigere Beobachter fragten sich freilich zunächst, ob die dürre, akademische Chiffre ‚Dr.‘ nicht sowieso unter dem zehnfachen Ballast der freiherrlichen Vornamens-Lawine verschütt‘ g‘angen wär‘. Wozu also drängt‘s einen, der eh schon Freiherr zu und von Geburt, sowie geradezu hündisch vergöttertes Idol deutscher ‚BILD‘-Buchstabierer ist, auch noch unter einen Doktorhut? Die triviale Antwort gibt das postpostmoderne Tugend-Tandem: Eitelkeit und Gier, - bei penetranter Verachtung für jede Spur von Ethos… Kairos für Ethos? Papperlapapp…
Der eigentliche Skandal folgte jedoch erst postwendend: Wie nämlich der „Lügner“ und „Betrüger“ (als solcher wurde zu Guttenberg im Bundestag ungestraft gegeißelt) mit seiner jäh aufgeblattelten Charakterfreiheit umzugehen beliebte! Erst verzichtete er generös – jedoch explizit „vorübergehend“ – auf seinen Doktortitel. Devise: ‚Leugnen, leugnen, leugnen‘, nach dem traditionellen Ehrencodex der Wiener Strizzis bei der Kieberei: „Sagst du ja, dann bleibst du da. Sagst du nein, dann gehst du heim.“ Doch als die nun schon einmal angefixten Net-Nerds quasi im Minutentakt immer neue Plagiatsstellen ins Netz trommelten, trat der ‚Frei-von-Ehr-Herr‘ die Flucht nach vorne an: Mit gewohnter Schneid ließ sich Euer Gnaden dazu herbei, seinen ergaunerten Doktorhut zwanglos an den Nagel zu hängen! Zumal sowas aber im akademischen Betrieb nicht vorgesehen ist, beeilte sich die Universität Bayreuth über Nacht (‚Kairos‘ halt, gelt), dem gelackten Schaumschläger seinen Titel quasi ‚ex cathedra‘ abzuerkennen. (Pikantes Detail: Die Altvorderen derer zu Guttenberg sind der Uni seit Ewigkeiten zutiefst zugeneigt und hatten diese ebenso regelmäßig, wie großzügig gesponsert. Naja, in aller Diskretion alimentiert halt, wie sowas in den besseren Kreisen heißt. - Zur Ehrenrettung des inzwischen greisen Doktorvaters, Prof. Dr. jur. Dr. h.c. mult. (gewiß allesamt koscher) Peter Häberle, muss wohl konzediert werden, dass der anerkannte Doyen des Internationalen Rechts offenbar als besonders argloser und jovialer Charakter gilt. Nicht einmal im Traum wäre so einer darauf verfallen, dass ihn sein adeliges Protegé dermaßen dreist hinters Licht führen könnte. Wie es das naturgemäß zerrissene Stückwerk allerdings zum universitären ‚Adelsprädikat‘ „Summa cum laude“ bringen konnte, bleibt schleierhaft.) Prof. Dr. Oliver Lepsius von der Uni Bayreuth: „Für mich steht außer Frage, dass Herr zu Guttenberg ein Betrüger ist.“ Na servas, Kaiser…
Doch selbst ein derartig vernichtendes Verdikt ficht so eine, wie Mütterchen Merkel, nicht an: Papperlapapp, patscherte Petitessen, gelt! Sie hätte ihr einzig massentaugliches Zugpferd an den Wahlurnen ja schließlich nicht als „wissenschaftlichen Assistenten“, sondern als Kriegsminister, pardon Verteidigungsminister natürlich, vereidigt. Ganz so, als wären Ehre und Integrität teilbar: Akademisch zwar ein rechter Falott, doch ministeriell eine veritable Lichtgestalt?! Sic transit gloria mundi… (Apropos Vereidigung: Auch Dissertanten unterliegen einer obligatorischen Ehrenerklärung, dass ihre Arbeit auch auf ihrem Mist gewachsen ist! Tja, beim ‚Gio‘ Hahn war das wenigstens noch eine Pointe…)
Immerhin leidet die Stammbelegschaft von Talk-Shows, Pressestunden, Kamingesprächen und Kabaretts auf Wochen hinaus unter latentem Burn-out. Die Druckerschwärze-Leibstandarte der ‚BILD‘ findet zu Guttenberg linguistisch weniger listig, denn lausig einfach nur „Gutt!“ und schwadroniert kalmierend etwas vom „schlampigen Zitieren“, worauf der hintergründige Erwin Pelzig in ‚Neues aus der Anstalt“ repliziert: „Und was ist denn dann Ladendiebstahl? Schlampiger Einkauf?“ Auch das frivole Merkel-Dummgeschwätz trifft auf bitterböse Häme: Und wenn der flotte Freiherr vollfett am Steuer erwischt worden wäre? So ein marginaler Lapsus wäre wohl auch zu exkulpieren, zumal sie ihn ja nicht als Chauffeur eingestellt hätte?! Tja, mit den vielbeschworene Werten der Konservativen: Ehre, Anstand, Wahrhaftigkeit, mit welchen allen voran der selbsternannte ‚neue Politikertypus‘ zu Guttenberg stets wie mit einem Bringschuld-Banner in die (Wahl)-Schlacht gezogen war, ist‘s wohl nicht soweit her. Das aufgescheuchte Bildungs-Bürgertum krümmt sich jedenfalls in einer zwackenden Zwickmühle. 23 000 Doktoranden beklagen in einem Offenen Brief an die Kanzlerin deren „Verhöhnung“ aller wissenschaftlichen Mitarbeiter. Da wollten auch die Professoren nicht mehr nachstehen… Eine klitzekleine Prognose darf allerdings gewagt werden: Fällt den schwarzen Mauerern zu Guttenberg doch noch zu sehr zur Last, sodass sie ihn fallen lassen müssen (steht doch ein ganzer Schippel von Landtagswahlen ins Haus), muss sich auch die unbeirrbare ‚Augen-zu-Angie‘ so festzurren, wie einst Luis Trenker am Matterhorn… Sonst findet sie sich als abrupte Polit-Pensionärin bald im Kaffeehaus bei bislang versäumter Zarathustra-Lektüre wieder: „Was fällt, das soll man auch noch…“ Oder wie war das doch gleich noch mal beim alten Nietzsche?
Doch schon am Tag nach den obigen Zeilen löst sich die bizarre Polit-Groteske in verspätetem Wohlgefallen auf: Angie bleibt - Karl Theodor geht. Nach bloß zweiwöchiger Schrecksekunde! Allerdings nicht so sehr aus Buße für seine üble Infamie, sondern allein um Schaden von seinen ‚geliebten Soldaten‘ abzuwenden: Auf dass das unwürdige Gezerre an seinem Mass-Designer-Drillich aus der Londoner Savile Row nicht auf deren groben Tarnanzug-Rücken ausgetragen würde… Tja, so ein stramm redlicher Charakter formt sich halt auch über Nacht nicht…
Weit tragischer bleibt allerdings das ärgerliche Phänomen, dass die stockblinden Polit-Zaungäste ‚da draussen‘ – hüben wie drüben – stets auf dieselben Passepartouts eitler Lackaffen hereinfallen: Hie der streng gegelte Spiegelfechter aus dem Adelshaus, da das penibel gefönte Unschuldslamm aus dem Autohaus! Dabei gleichen sich die selbstverliebten Polit-Pin-ups des Kleinen Mannes wie ein Schoko-Ei dem anderen: Unter der geilen Zuckerglasur lauert ein und derselbe lausige Lump! Stimmvieh aller Länder, – hör' doch mal auf die Signale…
Während der schlichte Deutsche Michel – unter dem Sperrfeuer der Sympathie-Stalin-Orgel ‚BILD‘ – nicht müde wird, sich in trotzigen KTG-Fanclubs zusammenzurotten, hat der ernüchterte ‚Ösi‘ dessen hoamatliches Pendant KHG inzwischen vom supasaubar‘n Strahlemann zur wehleidigen Witzfigur degradiert! Ach ja, – noch ein kleiner Unterschied: Am republikanischen Geld-Ladl hat sich der fränkische Adel nicht vergriffen… Soweit man weiß, jedenfalls…
Und noch eine petite difference zum nördlichen Nachbarn: Der unfranke Franke wandelt fortan auf privatimen Freiherren-Füßen, unser verwahrloster Mein-Name-ist-Hase jedoch immer noch öffentlich auf freiem Fuß…
