VOM DOPPELPASS ZUM DREIBAND-STOSS!
Vor dem verwichenen Sommer noch hat der Wiener Wirtschaftsforscher Stefan Schulmeister medial recht breitflächig (‚Der Standard‘, ‚Frankfurter Rundschau‘, ‚Handelsblatt‘ etc.) die Hütchenspielertricks zwischen den „Alchemiebanken“ und den – an ihren Zitzen hängenden - Rating-Agenturen einerseits und den hilflos hin- und herdilettierenden EU-‚Eliten‘ andererseits aufgeblattelt. Nur zur Erinnerung für alle Anti-Gambler: Das ominöse Schaumstoffkugerl liegt bekanntlich zu keinem Zeitpunkt unter keinem der Hütchen, vielmehr halten es auch die Finanz-Industrie-Illusionisten stets verstohlen zwischen ihren klebrigen Klebln! - Dabei ist es auch völlig unerheblich, ob die Falotten am brüchigen Asphalt düsterer Seitengassen oder hinter aufgepolsterten Mahagoni-Kassettentüren pompöser Chefetagen zocken. Das Ziel bleibt immer dasselbe: der (schwere) gewerbsmäßige Betrug! Die Spielregeln der modernen Pyramidenspiel-Variante lauten ja dieser Tage so: Die gedungenen Agenturen lizitieren das Rating ganzer Staaten auf Ramsch-Niveau runter, die Bankster die Zinsen in der Folge rauf, – und nach mehrmaligem Doppelpass-Spiel sind Banker & Rater noch ausgefressener, - die erpressten Opfer hingegen endgültig ausgehungert und somit bankrott! Und die kümmerlichen Reste der Pseudo-Demokratie sind dabei auch noch auf der Strecke geblieben… Leichtsinnig verspielt an ‚kafkaeske Märkte und Mächte‘! Quasi en passant ausradiert von der omnipotenten Diktatur des Kapitals…
Der wohl nicht gerade des Kryptokommunismus verdächtige Schulmeister: „Das Doppelpassspiel zwischen Ratingagenturen und Finanzalchemiebanken spielt die Euroländer gegeneinander aus. Die Begünstigten, insbesondere Deutschland, spielen mit, sie wollen ihren Zinsvorteil nicht verlieren, Eurobonds kommen nicht infrage. Populistische Politiker und Medien in den „ordentlichen“ Ländern stärken alte Ressentiments („Südländer“), neoliberale Grundwerte („Geiz ist geil“) und damit die Zinsvorteilsgesinnung.“ - Der beschränkte Stammtisch, der die garstigen Spiegelfechtereien ja noch nie überrissen hat, ignoriert die bluttriefenden Vampire in den Banken- und Konzern-Zentralen und putzt sich – vom chauvinistischen Boulevard scheibchenweise gehirnamputiert – lieber an seinen levantinischen Leidensgenossen ab: „De stinkfaulen Sirtaki-Saugerln sollen do g’fölligst ehnare hinichen Stanerhauf‘n-Inseln verscheppern… De Olivenhaine verhökern… Oder de Agrobolis, de wås genau aso ausschau‘n tuat, wia unsa Theseustempel im Volksgarten… Wenns halt amoil aufwachen taterten, - aus ehnarer ewigen Ouzo-Fett‘n…“ Die von braunen Rattenfängern, sowie einer gleichgeschalteten Medien-Mafia aufgehusste Plebs vergißt da rasch ihren letzten – mindestens so ‚streichfähigen‘ - Rhodos-Urlaub! – Und freilich fällt ihr schon gar nicht auf, dass der Tramway-Fahrer, die Billa-Verkäuferin, der Strassenkehrer vorm Wirt‘n, der Wirt selber, der Automechaniker und die Kino-Billeteuse in ihrem Grätzel nur in den rarsten Ausnahmefällen in griechischen Staatsanleihen investiert sind. Und über ihre Verhältnisse gelebt haben die erst recht nicht! Wie denn auch, bei den seit Jahrzehnten ständig sinkenden Reallöhnen!
Und auf der anderen Seite des großen Wassers: Die mit unfassbaren 15 Billionen Dollar verschuldeten USA werden von den (amerikanischen) Agenturen mit Glacehandschuhen gehätschelt. Sind diese doch einzig als konspirative Prätorianer-Garde zum Schutz des siechen US-Dollars abkommandiert! Konzertierte Attacken auf den Euro! Auf zum letzten Gefecht des Finanzkapitals! Auf zum ‚Endsieg‘ der Plutokratie über die Zivilisation… That’s how we make the world go round and a better place too…
Schulmeister weiter: „Wenn es den US-Ratingagenturen und Finanzalchemiebanken gelingt, einen Anstieg der Zinsen spanischer und italienischer Staatspapiere gegen 7 Prozent zu erreichen, hat das Endspiel um den Euro begonnen. Denn Spanien und Italien passen unter keinen Rettungsschirm.“ – Amerika übrigens schon längst nicht mehr… Dort spucken die Notenpressen Greenbacks bei Tag und Nacht…
Indes fühlt sich alle Welt in ein skurriles ‚Wer bin ich‘-Rätsel versetzt: Doch keiner rafft sich auf, die ebenso intriganten, wie blanken Ratefüchse endlich vor die Tür zu setzen! Niemand hat diese heimtückischen Brandbeschleuniger des globalen Finanz-Terrorismus im Nadelstreif gewählt, niemand hat sie legitimiert, niemand hat sie nötig… Sind sie doch noch fehleranfälliger, als Nostradamus… Wären nicht auch die Gewählten längst Knechte des Kapitals, hätten systemrelevante und damit antizivilisatorische Banken schon vor drei Jahren verstaatlicht werden müssen! Und die verlogene Plutokraten-Formel ‚Too big to fail‘ hätte zum ‚Too big to exist‘ herabgestuft werden müssen… Nichts davon geschah… Bloß der Absturz mit Anlauf…
Doch gar so schlau, wie sie sich dünken, sind die transatlantischen Euro-Pompfüneberer dann auch wieder nicht, denn „Eine solche Schubumkehr im europäischen Einigungsprozess haben sich die USA gar nicht erhofft, sie ist auch mehr Verdienst europäischer Dummheit“, fährt Schulmeister fort. Tja, im Lavieren, Zocken und Zaudern liegt ja die wahre Passion des selbsternannten Euroretter-Tandems Merkozy… Allerdings tanzen sie ihren verzweifelten ‚Kriminal-Tango‘ auf hauchdünnem Eis: Denn das überfällige Eingeständnis, dass der Kasino-Kapitalismus eben mit Bomben und Granaten gescheitert ist, schwappte in einem Aufwaschen auch die Versager-‚Eliten‘ auf den Misthaufen der Geschichte…
Doch die immer noch völlig choreografiefrei ums Goldene Euro-Kalb herumstolpernden Traumtänzer einer aus allen Fugen geratenen Finanz-Redoute zwischen Canary Wharf, Wall Street und der Deutschen Bank sind ja auch wirklich zum Schießen: Während die sinkende Titanic schon ihr bürzlhaftes Billionen-Heck gegen den nordatlantischen Nachthimmel reckt und das Schiffsorchester im schwarzen Frack, sowie in stoisch-heroischer Contenance „Näher mein Gott zu Dir" in B-moll intoniert, arrangieren die grotesken Schiffs-Pagen Angie und Nico die munter kreuz und quer purzelnden Deckchairs noch einmal penibel in Reih und Glied! Auf dass die kollektivierte Höllenfahrt auch ja geometrisch geordnet ablaufe! Während Angie - wie beim Schifferlversenken - noch die exakten Positionen der Liegestühle im rosalinierten Millimeterpapier einzeichnet, schubst sie der sardonisch feixende Nico immer wieder mit der Spitze seiner blütenweißen Plateau-Deck-Schuhe in levantinische Asymetrie! - Tja, auch wenn alles in Scherben fällt, - hält Mutti Merkel die deutsche Fahne, sowie den Ordnungszwang des einstigen Wirtschaftswunders hoch! Und den hyperaktiven Klein-Nico am angstnassen Patschhändchen. – Die Sehnsucht der Völker wird sich wohl nicht erfüllen, dass das milliardenbeschwipste Äquatortaufe-Pärchen von sich aus über Bord geht… Zuweilen kann die Weltgeschichte schon etwas Sukkurs vom – wie stets zu spät aufgewachten - Souverän gebrauchen…
Echt noch putziger stolpert nur die hoamatliche Doppelspitze Werner & Michl über den verminten Strafraum. Kaum steigen die sakrosankten Mafia-Referees von Moody’s & Co aus den Untiefen der Stadion-Katakomben, hussen sie unsere verstörend inspirationsfreien Ballesterer auch schon zum hektischen Zug gen‘s Tor auf. Dies funktioniert schon deshalb ohne Gegenwehr, weil sich die wahren Gegner ja in der Kabine versteckt halten! Hoppauf! Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich! Michl, – Stanglpass auf Werner am Fünfer-Abstauber: Hau‘s eini, de Wuchtl, du Strassenkicker-Sozi! Doch der haut wieder einmal daneben! Alsdann, da muaß wenigstens sowas wia a gacher Steilpass für die Rater-Ratten, sowie parallel dazu a Querpass über die Bande an den ‚Block West‘ der hoamatlichen Gesellschaft her: Schuld’nbrems‘n heißt das brandneue Placebo! Nix so recht Verbindliches derfert’s halt sein, åber schnell müssat‘s scho geh’n, gelt! I håb‘ zwår går ka Ahnung, wo I hinspar, åber dafür bin I früher blank! Und glei ins Reglement (=Verfåssung) muass a no eini, de haarneuche Wunderwutzi-Brems‘n! Zur submissesten Besänftigung der Rate-Runde, der Investoren und zwecks nationaler Vorwärtsverteidigung! Michl und Werner im Duett: Hau di über de Häuser, du Moody-Hudriwudri! Schiri Moody åns Telefon! Ätschibätschi, und ausbremst bist, du blinde Sau! De Ami-AAs werd’n uns unser A3, oder wia der Schas hålt haßt, net åbspenstig måchen! De net, de glattrasierten Eierbär’n aus Übersee, de ölendigen! - In der Kabine herrscht fortan ebenso amikales, wie kreuzweises Schulterklopfen. Nur die pikierte Reserve zeigt den genialischen Erlösern aus den – sogar weit über St. Pölten hinaus - weltberühmten Wienerwald-Think-Tanks zwischen Hinterbrühl und Liesing die kalte Schulter… Schließlich weiß ja auch keiner am Bankerl, noch auf den Rängen, wie lange die 90 Minuten noch dauern, wie konditionsstark der billionenschwere Angst-Gegner ist und wer fürs absehbare Debakel den Kopf hinhalten muss… Und vor allem, wer am Schluss die Zeche peckt… Letzteres gilt jedoch eher als Einserfrage…
Aber eh scho wissen, Werner – ka Nachteil ohne Vorteil! Derlei tiefschürfende Stammbuch-Sprücherln trägt der Michl noch von seinem Ur-Mentor, dem Stahlhelm-Lichal, im frommen Herzen. Gneißt es net, Werner, de Moody’s-Meute is eigentli‘ der Aussireisser für unsare sagenhafte A-, A-, A-gonie: Mit dem Triple-A-Damoklesschwert im Buckel könn ma uns wenigstens a Zeit lång des grantige Wähler-G‘sindel vom Hals hålten! Bei olle de grausamen Spar-Pakete, des wås jetzt no kumman müssen! Und des auf echt elegant: Seid’s es denn komplett deppat, es Hackler då draußen, um a Lohnerhöhung schreit’s es? Nåch 20 Jåhr‘ scho?! Und mia san dånn am End unsern eisernen Hoamatl-Rettungsschirm, den ‚Tripper-A‘ los! Sad’s es denn ålle wo ång‘rennt?! – Oder, a Rentenerhöhung wollt‘s?! Ǻlle am Rech‘n g’stiegen, es gierigen Mindest-Pfründner, - wollt’s leicht ausgerechnet es zum Terminator vom verlorenen A werd’n, es A-, A-, A-sozialen! Werner, du stinkfader Sonntags-Sozi, du bist ja a Total-Laie bei unsare geilen Weihrauch-Orgien, de wås an de Ganslhaut bis zum A…A…A… obejauken! Sowas hab’n halt nur mia Schwårzn d’rauf, - de von da Diözese und de von da Lichtenfelsgåss’n! Ǻlso, ab sofort tråg‘ ma jetzan des ‚Triple-A‘ wia a swarovskistanerbesetzte Monstranz in aner highmåchenden Weihrauch-Wolk‘n vor uns her! Viribus unitis! Ob Christ oder Sozialist, – a scho wurscht! Im heiligen Geist des Euro hålt! Und scho san de ‚Menschen da draußen‘ zwår neger, åber unser letzter Heller is gerettet! Ǻllas leiwand! – Bleibt dånn nur no de a bißl uncoole Ǻbrechnung mit de gierigen Krippeln vom Sozialamt! Ǻber de kumman ma a no in unsar Schuldenbrems’n-Gass‘n! G’schiss‘n wird då auf christlich-sozial! De Bettler-Beutln stiar ma eh scho mit 7 Hunderter åb! Bar aufs Handerl von da Gmoa, - für amoil s’Hånderl aufhålten. Und de hatscherten Obezahrer mit ehnare perversen Luxus-Träume von aner Mega-Pflege-Marie! Nix wia tachinieren den gånz’n Tåg, im lautlosen Schlauchreifen-Rollstuhl-Royce von Frühwald & Söhne kommod durch da Uschi ihr Innare Stadt cruisen und a no frech Forderungen an uns, de Leistungsträger stöllen! Kasteit’s euch g’fälligst, es Krippln, - es Parasiten auf Staatskosten! Sunst müssat‘n ja am End de Flick Ingrid, da Mennsdorf Ali, de Horten Heidi, da Mateschitz Didi, da Strohsack Franky, da Meinl-Fünfer und wia ålle unsare bessaren Freind haßen, a no Steuern brennen! Soweit kummats no! Wo si de Leistung do wieda lohnen muaß! A wånn aner amoil a Blackout hättat und g’råd nimma wissat, worin’s b‘stånden håt, sei‘ Leistung?! – Fürwahr, bei unserem Herrn: Des könnan si de Krippln auf enare Kruck’n glei amoil hinter de Ohren schreiben! Euchar Gerschtl wird ruckzuck z‘såmmankürzt! - Kruzitürkennoamoiljessasmariaundjosef…
Eh klår und Freundschaft, Michl, mit dera Moodys-Schmiere als Queue-Kreid‘n könn‘ ma ja dem Wähla-Pack endli amoil echt Bescheid stessen: Mit aner Endlos-Aufnahme im Dreiband-G‘spül: 1. Bande: Bankster, 2. Bande: Rater, 3. Bande: mia zwa, echt geil, wia da Moore Roger und da Curtis Tony, – und dann kriang‘s den Spielball einig’haut, - voll eini in de Gosch‘n! De Deppaten då draussen! Peng! Mit der vollen Wucht von dera Fett’n! Mit wos? Mit‘n Mösslacher-Effet hålt… Was haßt‘n dås jetzt scho wieda, Werner? Net, wås du glaubst, – des legendäre Mösslacher-Dreiband-Stesserl warat net amoil bei euch Schwårzn beichtstuhlpflichtig… Ǻber jetzan ehrlich, Michl, den uroiden Effet-Schmäh gneißat jå sogar mei Laura åb…
Unter anschwellendem Advent-Herzrasen drücken sich Werner & Michl in die punschgeschwängerte Anonymität des Christkindlmarkts im Ehrenhof vorm Schloss Schönbrunn. An einer im schwülstigen Standl-Barock gehaltenen Bude im Kerzenschein, haken sie einander unter und schunkeln schon einmal ahnungsvoll im vorweihnachtlichen Duett:
Advent, Advent,
der Euro brennt,
erst einer, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann pickt der Kuckuck an der Tür!
Tja, über Nåcht ist aus‘m Stånd
halb Europa abgebrannt!
Sabbernd jubiliert der Spekulant,
der Reserve-Dollar ist am Sånd!
Dabei ist allgemein bekannt,
der Triple-A-Schmäh rennt im Dreiband,
Bankster plus Rater, ohne Widerstand,
mit der verkehrten Quart über die Hand,
krallt sich‘s Kapital a no unser Våterland!
Tja, denare Agenturen
san echt nix wia Huren!
Werner: „Ma siacht si dånn, mei schwoaza Bruada!“
Michl: „Ǻldånn dånn, bei der Christmett‘n im Dom halt!“
Werner: „Jå eh. Unterm Himmel vom Heiligen Stephan.“
Michl: „Wer was, ob’s net eh de letzte Mess‘ vor Harmageddon is?!“
Werner: „Jå eh, ålleweil des Harmageddon-G‘schiss då, und wo Michl bitt‘schen, bleibt heuer euchana Messias?“
Tja, die Wahrheit ist eben keine Tochter der Zeit, sondern ein Sohn der Vernunft! Sie ist zwar simpel, doch unpopulär: Spätestens nach dem Fall von Lehman Brothers, 2008, hätten die unbelehrbaren Kasino-Kapitalismus-Retter eine Banken-Vollbremsung hingelegen müssen! Das Dreckige Dutzend des Finanzkapitals (JPMorgan Chase, UBS, Goldman Sachs, HSBC, Bank of America, BNP Paribas, Deutsche Bank, und wie sie alle heißen) hätte zerschlagen, filettiert oder verstaatlicht werden müssen! Die Abermillionen in Millisekunden vollzogenen Finanztransaktionen hätten einer saftigen Steuer unterworfen werden müssen! Ebenso wie die epidemisch wuchernden Privat-Vermögen der Räuberbanden! Bei der globalen Millionärsdichte liegt das Hoamatl schon heute auf Platz 5, innerhalb der EU ist es einsamer Spitzenreiter! Dennoch: Nua jå kane neuchen Steuern net, querulieren die verbohrten Schwarzen gebetsmühlenartig. Die Schuldenbremse soll denn doch lieber die Ärmsten treffen und den Sozialstaat immer weiter demontieren…
Im bürgerlichen Staat hat es eben Methode, Ursache und Wirkung auf den Kopf zu stellen und das gekippte Lügengebäude von der gekauften Medien-Macht zementieren zu lassen! Schließlich hat sich das Kapital den Staat nach seinen eigenen Bedürfnissen erschaffen. - Oder hat schon je wer die Journaille dabei ertappt, den Kapitalismus als Ganzes, als System an sich, infrage zu stellen?! Na eben! Ergo gibt es vordergründig auch gar keine Staatsschuldenkrise! Jedenfalls nicht ursächlich! Erst durch die monströse Bankenrettung in Billionenhöhe, sowie die Förder-Milliarden für die dahinsiechende Industrie haben sich die Staaten dermaßen aberwitzig verschuldet! Zum Dank dafür schicken sich nun die Judas-Bankster dazu an, ihren blauäugigen Retter-Lemmingen den direkten Weg zur Klippe zu weisen. Nach Euch, Euer Gnaden! Nieder mit dem Sozialstaat! Alle Macht dem Finanzkapital! Her mit der Marie! Und die Pharisäer aus den Rating-Agenturen verdingen sich als willige Platzanweiser beim Massensuizid-Spektakel!
Stephane Hessels honoriger Appell „Empört Euch!“, sowie die bemüht-berüchtigt friedfertige „Occupy-Bewegung“ werden die Handvoll Schwerverbrecher aus Bankstern und Konzernbossen wohl nicht dazu überreden können, ihr exklusiv-luxuriöses Privat-Paradies freiwillig zu verlassen! – Da werden sich die Völker der Welt schon zu etwas Nachdruck aufraffen müssen…
Zuweilen lohnt es ja auch, nach 150 Jahren wieder einmal bei den Alt-Revolutionären Marx & Engels nachzublättern. Gewalt als Klassenfrage, Gewalt als Instrument zur Revolution: „Die Gewalt ist die Geburtshelferin jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.“
In diesen Sinn wünscht der „Rauchzeichner“ allen Gerechten und Entrechteten jede Menge Hebammen, einen fröhlichen Kaiserschnitt und einen guten Rutsch in eine neue Weltordnung…
Prosit 2012!
Der wohl nicht gerade des Kryptokommunismus verdächtige Schulmeister: „Das Doppelpassspiel zwischen Ratingagenturen und Finanzalchemiebanken spielt die Euroländer gegeneinander aus. Die Begünstigten, insbesondere Deutschland, spielen mit, sie wollen ihren Zinsvorteil nicht verlieren, Eurobonds kommen nicht infrage. Populistische Politiker und Medien in den „ordentlichen“ Ländern stärken alte Ressentiments („Südländer“), neoliberale Grundwerte („Geiz ist geil“) und damit die Zinsvorteilsgesinnung.“ - Der beschränkte Stammtisch, der die garstigen Spiegelfechtereien ja noch nie überrissen hat, ignoriert die bluttriefenden Vampire in den Banken- und Konzern-Zentralen und putzt sich – vom chauvinistischen Boulevard scheibchenweise gehirnamputiert – lieber an seinen levantinischen Leidensgenossen ab: „De stinkfaulen Sirtaki-Saugerln sollen do g’fölligst ehnare hinichen Stanerhauf‘n-Inseln verscheppern… De Olivenhaine verhökern… Oder de Agrobolis, de wås genau aso ausschau‘n tuat, wia unsa Theseustempel im Volksgarten… Wenns halt amoil aufwachen taterten, - aus ehnarer ewigen Ouzo-Fett‘n…“ Die von braunen Rattenfängern, sowie einer gleichgeschalteten Medien-Mafia aufgehusste Plebs vergißt da rasch ihren letzten – mindestens so ‚streichfähigen‘ - Rhodos-Urlaub! – Und freilich fällt ihr schon gar nicht auf, dass der Tramway-Fahrer, die Billa-Verkäuferin, der Strassenkehrer vorm Wirt‘n, der Wirt selber, der Automechaniker und die Kino-Billeteuse in ihrem Grätzel nur in den rarsten Ausnahmefällen in griechischen Staatsanleihen investiert sind. Und über ihre Verhältnisse gelebt haben die erst recht nicht! Wie denn auch, bei den seit Jahrzehnten ständig sinkenden Reallöhnen!
Und auf der anderen Seite des großen Wassers: Die mit unfassbaren 15 Billionen Dollar verschuldeten USA werden von den (amerikanischen) Agenturen mit Glacehandschuhen gehätschelt. Sind diese doch einzig als konspirative Prätorianer-Garde zum Schutz des siechen US-Dollars abkommandiert! Konzertierte Attacken auf den Euro! Auf zum letzten Gefecht des Finanzkapitals! Auf zum ‚Endsieg‘ der Plutokratie über die Zivilisation… That’s how we make the world go round and a better place too…
Schulmeister weiter: „Wenn es den US-Ratingagenturen und Finanzalchemiebanken gelingt, einen Anstieg der Zinsen spanischer und italienischer Staatspapiere gegen 7 Prozent zu erreichen, hat das Endspiel um den Euro begonnen. Denn Spanien und Italien passen unter keinen Rettungsschirm.“ – Amerika übrigens schon längst nicht mehr… Dort spucken die Notenpressen Greenbacks bei Tag und Nacht…
Indes fühlt sich alle Welt in ein skurriles ‚Wer bin ich‘-Rätsel versetzt: Doch keiner rafft sich auf, die ebenso intriganten, wie blanken Ratefüchse endlich vor die Tür zu setzen! Niemand hat diese heimtückischen Brandbeschleuniger des globalen Finanz-Terrorismus im Nadelstreif gewählt, niemand hat sie legitimiert, niemand hat sie nötig… Sind sie doch noch fehleranfälliger, als Nostradamus… Wären nicht auch die Gewählten längst Knechte des Kapitals, hätten systemrelevante und damit antizivilisatorische Banken schon vor drei Jahren verstaatlicht werden müssen! Und die verlogene Plutokraten-Formel ‚Too big to fail‘ hätte zum ‚Too big to exist‘ herabgestuft werden müssen… Nichts davon geschah… Bloß der Absturz mit Anlauf…
Doch gar so schlau, wie sie sich dünken, sind die transatlantischen Euro-Pompfüneberer dann auch wieder nicht, denn „Eine solche Schubumkehr im europäischen Einigungsprozess haben sich die USA gar nicht erhofft, sie ist auch mehr Verdienst europäischer Dummheit“, fährt Schulmeister fort. Tja, im Lavieren, Zocken und Zaudern liegt ja die wahre Passion des selbsternannten Euroretter-Tandems Merkozy… Allerdings tanzen sie ihren verzweifelten ‚Kriminal-Tango‘ auf hauchdünnem Eis: Denn das überfällige Eingeständnis, dass der Kasino-Kapitalismus eben mit Bomben und Granaten gescheitert ist, schwappte in einem Aufwaschen auch die Versager-‚Eliten‘ auf den Misthaufen der Geschichte…
Doch die immer noch völlig choreografiefrei ums Goldene Euro-Kalb herumstolpernden Traumtänzer einer aus allen Fugen geratenen Finanz-Redoute zwischen Canary Wharf, Wall Street und der Deutschen Bank sind ja auch wirklich zum Schießen: Während die sinkende Titanic schon ihr bürzlhaftes Billionen-Heck gegen den nordatlantischen Nachthimmel reckt und das Schiffsorchester im schwarzen Frack, sowie in stoisch-heroischer Contenance „Näher mein Gott zu Dir" in B-moll intoniert, arrangieren die grotesken Schiffs-Pagen Angie und Nico die munter kreuz und quer purzelnden Deckchairs noch einmal penibel in Reih und Glied! Auf dass die kollektivierte Höllenfahrt auch ja geometrisch geordnet ablaufe! Während Angie - wie beim Schifferlversenken - noch die exakten Positionen der Liegestühle im rosalinierten Millimeterpapier einzeichnet, schubst sie der sardonisch feixende Nico immer wieder mit der Spitze seiner blütenweißen Plateau-Deck-Schuhe in levantinische Asymetrie! - Tja, auch wenn alles in Scherben fällt, - hält Mutti Merkel die deutsche Fahne, sowie den Ordnungszwang des einstigen Wirtschaftswunders hoch! Und den hyperaktiven Klein-Nico am angstnassen Patschhändchen. – Die Sehnsucht der Völker wird sich wohl nicht erfüllen, dass das milliardenbeschwipste Äquatortaufe-Pärchen von sich aus über Bord geht… Zuweilen kann die Weltgeschichte schon etwas Sukkurs vom – wie stets zu spät aufgewachten - Souverän gebrauchen…
Echt noch putziger stolpert nur die hoamatliche Doppelspitze Werner & Michl über den verminten Strafraum. Kaum steigen die sakrosankten Mafia-Referees von Moody’s & Co aus den Untiefen der Stadion-Katakomben, hussen sie unsere verstörend inspirationsfreien Ballesterer auch schon zum hektischen Zug gen‘s Tor auf. Dies funktioniert schon deshalb ohne Gegenwehr, weil sich die wahren Gegner ja in der Kabine versteckt halten! Hoppauf! Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich! Michl, – Stanglpass auf Werner am Fünfer-Abstauber: Hau‘s eini, de Wuchtl, du Strassenkicker-Sozi! Doch der haut wieder einmal daneben! Alsdann, da muaß wenigstens sowas wia a gacher Steilpass für die Rater-Ratten, sowie parallel dazu a Querpass über die Bande an den ‚Block West‘ der hoamatlichen Gesellschaft her: Schuld’nbrems‘n heißt das brandneue Placebo! Nix so recht Verbindliches derfert’s halt sein, åber schnell müssat‘s scho geh’n, gelt! I håb‘ zwår går ka Ahnung, wo I hinspar, åber dafür bin I früher blank! Und glei ins Reglement (=Verfåssung) muass a no eini, de haarneuche Wunderwutzi-Brems‘n! Zur submissesten Besänftigung der Rate-Runde, der Investoren und zwecks nationaler Vorwärtsverteidigung! Michl und Werner im Duett: Hau di über de Häuser, du Moody-Hudriwudri! Schiri Moody åns Telefon! Ätschibätschi, und ausbremst bist, du blinde Sau! De Ami-AAs werd’n uns unser A3, oder wia der Schas hålt haßt, net åbspenstig måchen! De net, de glattrasierten Eierbär’n aus Übersee, de ölendigen! - In der Kabine herrscht fortan ebenso amikales, wie kreuzweises Schulterklopfen. Nur die pikierte Reserve zeigt den genialischen Erlösern aus den – sogar weit über St. Pölten hinaus - weltberühmten Wienerwald-Think-Tanks zwischen Hinterbrühl und Liesing die kalte Schulter… Schließlich weiß ja auch keiner am Bankerl, noch auf den Rängen, wie lange die 90 Minuten noch dauern, wie konditionsstark der billionenschwere Angst-Gegner ist und wer fürs absehbare Debakel den Kopf hinhalten muss… Und vor allem, wer am Schluss die Zeche peckt… Letzteres gilt jedoch eher als Einserfrage…
Aber eh scho wissen, Werner – ka Nachteil ohne Vorteil! Derlei tiefschürfende Stammbuch-Sprücherln trägt der Michl noch von seinem Ur-Mentor, dem Stahlhelm-Lichal, im frommen Herzen. Gneißt es net, Werner, de Moody’s-Meute is eigentli‘ der Aussireisser für unsare sagenhafte A-, A-, A-gonie: Mit dem Triple-A-Damoklesschwert im Buckel könn ma uns wenigstens a Zeit lång des grantige Wähler-G‘sindel vom Hals hålten! Bei olle de grausamen Spar-Pakete, des wås jetzt no kumman müssen! Und des auf echt elegant: Seid’s es denn komplett deppat, es Hackler då draußen, um a Lohnerhöhung schreit’s es? Nåch 20 Jåhr‘ scho?! Und mia san dånn am End unsern eisernen Hoamatl-Rettungsschirm, den ‚Tripper-A‘ los! Sad’s es denn ålle wo ång‘rennt?! – Oder, a Rentenerhöhung wollt‘s?! Ǻlle am Rech‘n g’stiegen, es gierigen Mindest-Pfründner, - wollt’s leicht ausgerechnet es zum Terminator vom verlorenen A werd’n, es A-, A-, A-sozialen! Werner, du stinkfader Sonntags-Sozi, du bist ja a Total-Laie bei unsare geilen Weihrauch-Orgien, de wås an de Ganslhaut bis zum A…A…A… obejauken! Sowas hab’n halt nur mia Schwårzn d’rauf, - de von da Diözese und de von da Lichtenfelsgåss’n! Ǻlso, ab sofort tråg‘ ma jetzan des ‚Triple-A‘ wia a swarovskistanerbesetzte Monstranz in aner highmåchenden Weihrauch-Wolk‘n vor uns her! Viribus unitis! Ob Christ oder Sozialist, – a scho wurscht! Im heiligen Geist des Euro hålt! Und scho san de ‚Menschen da draußen‘ zwår neger, åber unser letzter Heller is gerettet! Ǻllas leiwand! – Bleibt dånn nur no de a bißl uncoole Ǻbrechnung mit de gierigen Krippeln vom Sozialamt! Ǻber de kumman ma a no in unsar Schuldenbrems’n-Gass‘n! G’schiss‘n wird då auf christlich-sozial! De Bettler-Beutln stiar ma eh scho mit 7 Hunderter åb! Bar aufs Handerl von da Gmoa, - für amoil s’Hånderl aufhålten. Und de hatscherten Obezahrer mit ehnare perversen Luxus-Träume von aner Mega-Pflege-Marie! Nix wia tachinieren den gånz’n Tåg, im lautlosen Schlauchreifen-Rollstuhl-Royce von Frühwald & Söhne kommod durch da Uschi ihr Innare Stadt cruisen und a no frech Forderungen an uns, de Leistungsträger stöllen! Kasteit’s euch g’fälligst, es Krippln, - es Parasiten auf Staatskosten! Sunst müssat‘n ja am End de Flick Ingrid, da Mennsdorf Ali, de Horten Heidi, da Mateschitz Didi, da Strohsack Franky, da Meinl-Fünfer und wia ålle unsare bessaren Freind haßen, a no Steuern brennen! Soweit kummats no! Wo si de Leistung do wieda lohnen muaß! A wånn aner amoil a Blackout hättat und g’råd nimma wissat, worin’s b‘stånden håt, sei‘ Leistung?! – Fürwahr, bei unserem Herrn: Des könnan si de Krippln auf enare Kruck’n glei amoil hinter de Ohren schreiben! Euchar Gerschtl wird ruckzuck z‘såmmankürzt! - Kruzitürkennoamoiljessasmariaundjosef…
Eh klår und Freundschaft, Michl, mit dera Moodys-Schmiere als Queue-Kreid‘n könn‘ ma ja dem Wähla-Pack endli amoil echt Bescheid stessen: Mit aner Endlos-Aufnahme im Dreiband-G‘spül: 1. Bande: Bankster, 2. Bande: Rater, 3. Bande: mia zwa, echt geil, wia da Moore Roger und da Curtis Tony, – und dann kriang‘s den Spielball einig’haut, - voll eini in de Gosch‘n! De Deppaten då draussen! Peng! Mit der vollen Wucht von dera Fett’n! Mit wos? Mit‘n Mösslacher-Effet hålt… Was haßt‘n dås jetzt scho wieda, Werner? Net, wås du glaubst, – des legendäre Mösslacher-Dreiband-Stesserl warat net amoil bei euch Schwårzn beichtstuhlpflichtig… Ǻber jetzan ehrlich, Michl, den uroiden Effet-Schmäh gneißat jå sogar mei Laura åb…
Unter anschwellendem Advent-Herzrasen drücken sich Werner & Michl in die punschgeschwängerte Anonymität des Christkindlmarkts im Ehrenhof vorm Schloss Schönbrunn. An einer im schwülstigen Standl-Barock gehaltenen Bude im Kerzenschein, haken sie einander unter und schunkeln schon einmal ahnungsvoll im vorweihnachtlichen Duett:
Advent, Advent,
der Euro brennt,
erst einer, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann pickt der Kuckuck an der Tür!
Tja, über Nåcht ist aus‘m Stånd
halb Europa abgebrannt!
Sabbernd jubiliert der Spekulant,
der Reserve-Dollar ist am Sånd!
Dabei ist allgemein bekannt,
der Triple-A-Schmäh rennt im Dreiband,
Bankster plus Rater, ohne Widerstand,
mit der verkehrten Quart über die Hand,
krallt sich‘s Kapital a no unser Våterland!
Tja, denare Agenturen
san echt nix wia Huren!
Werner: „Ma siacht si dånn, mei schwoaza Bruada!“
Michl: „Ǻldånn dånn, bei der Christmett‘n im Dom halt!“
Werner: „Jå eh. Unterm Himmel vom Heiligen Stephan.“
Michl: „Wer was, ob’s net eh de letzte Mess‘ vor Harmageddon is?!“
Werner: „Jå eh, ålleweil des Harmageddon-G‘schiss då, und wo Michl bitt‘schen, bleibt heuer euchana Messias?“
Tja, die Wahrheit ist eben keine Tochter der Zeit, sondern ein Sohn der Vernunft! Sie ist zwar simpel, doch unpopulär: Spätestens nach dem Fall von Lehman Brothers, 2008, hätten die unbelehrbaren Kasino-Kapitalismus-Retter eine Banken-Vollbremsung hingelegen müssen! Das Dreckige Dutzend des Finanzkapitals (JPMorgan Chase, UBS, Goldman Sachs, HSBC, Bank of America, BNP Paribas, Deutsche Bank, und wie sie alle heißen) hätte zerschlagen, filettiert oder verstaatlicht werden müssen! Die Abermillionen in Millisekunden vollzogenen Finanztransaktionen hätten einer saftigen Steuer unterworfen werden müssen! Ebenso wie die epidemisch wuchernden Privat-Vermögen der Räuberbanden! Bei der globalen Millionärsdichte liegt das Hoamatl schon heute auf Platz 5, innerhalb der EU ist es einsamer Spitzenreiter! Dennoch: Nua jå kane neuchen Steuern net, querulieren die verbohrten Schwarzen gebetsmühlenartig. Die Schuldenbremse soll denn doch lieber die Ärmsten treffen und den Sozialstaat immer weiter demontieren…
Im bürgerlichen Staat hat es eben Methode, Ursache und Wirkung auf den Kopf zu stellen und das gekippte Lügengebäude von der gekauften Medien-Macht zementieren zu lassen! Schließlich hat sich das Kapital den Staat nach seinen eigenen Bedürfnissen erschaffen. - Oder hat schon je wer die Journaille dabei ertappt, den Kapitalismus als Ganzes, als System an sich, infrage zu stellen?! Na eben! Ergo gibt es vordergründig auch gar keine Staatsschuldenkrise! Jedenfalls nicht ursächlich! Erst durch die monströse Bankenrettung in Billionenhöhe, sowie die Förder-Milliarden für die dahinsiechende Industrie haben sich die Staaten dermaßen aberwitzig verschuldet! Zum Dank dafür schicken sich nun die Judas-Bankster dazu an, ihren blauäugigen Retter-Lemmingen den direkten Weg zur Klippe zu weisen. Nach Euch, Euer Gnaden! Nieder mit dem Sozialstaat! Alle Macht dem Finanzkapital! Her mit der Marie! Und die Pharisäer aus den Rating-Agenturen verdingen sich als willige Platzanweiser beim Massensuizid-Spektakel!
Stephane Hessels honoriger Appell „Empört Euch!“, sowie die bemüht-berüchtigt friedfertige „Occupy-Bewegung“ werden die Handvoll Schwerverbrecher aus Bankstern und Konzernbossen wohl nicht dazu überreden können, ihr exklusiv-luxuriöses Privat-Paradies freiwillig zu verlassen! – Da werden sich die Völker der Welt schon zu etwas Nachdruck aufraffen müssen…
Zuweilen lohnt es ja auch, nach 150 Jahren wieder einmal bei den Alt-Revolutionären Marx & Engels nachzublättern. Gewalt als Klassenfrage, Gewalt als Instrument zur Revolution: „Die Gewalt ist die Geburtshelferin jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.“
In diesen Sinn wünscht der „Rauchzeichner“ allen Gerechten und Entrechteten jede Menge Hebammen, einen fröhlichen Kaiserschnitt und einen guten Rutsch in eine neue Weltordnung…
Prosit 2012!
